Sand zwischen den Zähnen

Hallo Jörg, Conny und allen Beteiligten und Mitarbeiter/innen  der El Chott 2014,

die erste Frage die man mich gestern stellte, nachdem ich wieder Gesund und Wohlauf in Nordhorn zurückkehrte, war: „ Wie war es bei der Rallye El Chott?“. Kurz musste ich nachdenken und spürte noch etwas Wüstensand zwischen meinen Zähnen also war meine Antwort: „Sand, sehr viel Sand!“  Mit Sicherheit wird der ein oder andere Teilnehmer dies bekannt in den Ohren klingen denn wir haben jede Menge Sand gesehen, gespürt, gefühlt und geschaufelt. Wir gehörten wohl zum Team , wo der Sand uns im Anfang nicht so lag. Dennoch lernten auch wir schnell dazu und wussten danach wie jede Düne zu nehmen war ohne nennenswerte Probleme.

In der kurzen Zeit habe ich viele neue Freundschaften geschlossen, Menschen die mir im Anfang völlig Fremd waren, gelernt zu schätzen und zu Respektieren  und im gleichem Atemzug viele interessante Gespräche geführt mit Menschen die alle das gleiche Interessen habe, ein Auto/LKW/Motorrad zu fahren womit es möglich ist um bestimmte Ziele zu erreichen wo es  mit ein normales Auto oder Moped aufhört dort zu gelangen.

Unsere Nacht in den Dünen von El Borma war einerseits ein Erlebnis das ich nie vergessen werde, gebe aber offenkundig zu, ich wäre an diesem Tag lieber normal ins Ziel gefahren aber die Gesundheit soll und muss zu jedem Zeitpunkt im Vordergrund stehen, deshalb haben wir den Notruf ausgelöst. Tausend mal Dank an Miggi Baumann und Team,  der uns dann mitten in der Nacht abgeholt hat und wir dann morgens noch gerade so rechtzeitig im Camp fuhren um uns, ohne eine Minute Schlaf, kein Essen und kein Service, sofort wieder auf den Weg zu machen um zeitig bei die nächste Etappe zu starten. Auch dies gehört zu einer Rallye, wie sagt man so schön, seinen inneren Schweinehund muss man überwinden. Never give up and and never give in war von Anfang an unsere Devise!

Mein persönliches Ziel vor der Rallye habe ich geschafft. Mit dem Rallye Pajero über die Autobahn nach Genua, die Rallye und jede Tages Etappe in Tunesien zu fahren und mit dem gleichen Wagen wieder über die Autobahn nach Hause zu fahren……….. und vor alles andere, wieder Gesund heim zu kehren. Dies ist uns gelungen also……… Mission accomplished!

Ich kannte die El Chott nur von Geschichten, von Fotos und Videos. Um so ein „Zirkus“ in Bewegung zu setzen und vor allem zu halten, dazu gehört Organisationstalent denn Mensch und Maschinen müssen und wollen jeden Tag verpflegt werden. Dies lief ohne Ausnahme Perfekt und dazu kann ich nur sagen: Chapeau!

Jede Rallye ist anders und das ist auch gut so denn sonst wäre es zu Langweilig. Ich habe die El Chott 2014 genossen. Und das letzte bisschen Sand zwischen den Zähnen und Ohren nehme ich gerne noch ein paar Tage mit als Andenken.

Ganz liebe Grüße,

euer DakTec Rally Pajero Team 221 , Albert Roelofs und Donk Kleer

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